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Die relevantesten Großstädte mit ihren Gewerbesteuerhebesätzen. Potenzielle steuerlich attraktivere Gemeinden im Umland findest du auf den jeweiligen Seiten.
Finde die attraktivsten Unternehmensstandorte nach Gewerbesteuerhebesatz in den verschiedenen Flächenländern. Ausgenommen hier sind Stadtstaaten, wo ein ein einheitlicher Hebesatz gilt.
Wichtige Fragen zu unserer Gewerbesteuer Karte, Hebesätzen und mehr schnell beantwortet.
Die Gewerbesteuer ist eine kommunale Steuer, die auf den Gewinn von Gewerbebetrieben in Deutschland erhoben wird. Sie dient der Finanzierung lokaler Infrastruktur und wird von den Gemeinden verwaltet. Im Gegensatz zur Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer ist sie an den Standort des Betriebs gebunden und variiert je nach Region.
Jeder Gewerbebetrieb – also Unternehmen, die gewerblich tätig sind – unterliegt der Gewerbesteuer. Dazu zählen z. B. Handels- oder Produktionsbetriebe. Freiberufler wie Ärzte, Anwälte oder Architekten sind in der Regel befreit, es sei denn, sie betreiben einen gewerblichen Zweig. Es gibt einen Freibetrag von 24.500 € pro Jahr, unter dem keine Steuer fällig wird.
Die Berechnung erfolgt in Schritten: Zuerst wird der Gewerbeertrag (angepasster Gewinn) ermittelt. Darauf wird die bundesweit einheitliche Steuermesszahl von 3,5 % angewendet. Das Ergebnis (Steuermessbetrag) wird dann mit dem lokalen Hebesatz multipliziert. Formel: Gewerbesteuer = Gewerbeertrag × 3,5 % × (Hebesatz / 100).
Der Hebesatz ist ein Multiplikator, den jede Gemeinde selbst festlegt, um die Steuerlast anzupassen. Er beträgt mindestens 200 % und liegt 2025 bundesweit im Durchschnitt bei 438 %. Regionale Unterschiede entstehen durch lokale Haushaltsbedürfnisse: Niedrigere Sätze finden sich oft in Bayern oder Norddeutschland, höhere in Nordrhein-Westfalen oder Hessen.